Beiträge von Joergschne

    Hallo zusammen,


    ich habe die frisch gelieferte Hardware zusammengebaut und erste Tests durchgeführt. Es scheint alles zu funktionieren. Jetzt werde ich noch die Software für das größere Display und die automatische Laufwerksumschaltung anpassen und dann eine Anleitung zum eventuellen Nachbau hier veröffentlichen.


    Herzliche Grüße und einen schönen 4. Advent!


      


    Hallo zusammen,


    inzwischen hat Vincent (VIBR) die Entwicklung weit vorangetrieben. Das Lesen der gängigen Diskettenformate funktioniert nun. Das Beschreiben ist noch experimentell. Im Anhang habe ich mit KiCad eine Platine für eine 2,4" OLED Premium Version mit einem "Rotary Encoder" zur Bedienung entworfen, die genau zwischen die beiden Laufwerke eines Apple-II passt und bei Aktivierung automatisch die read/write Signale zum Laufwerk trennt. Das Laufwerk erzeugt dann nur noch die entsprechenden Geräusche beim Lesen/Schreiben der SD-Karte. Eine Funktionsgarantie kann ich allerdings noch nicht geben!


    Bei JLC habe ich 5 Platinen bestellt und ein fertiges Exemplar wird wieder bei der nächsten CC verlost :)


    Viele Grüße

    Joerg






    DISPLAY VISIONS Webshop

    Hallo Franky,


    danke für das Angebot. Der Preis für einen Liter Galden liegt derzeit bei ca. 250,-€. Zum Glück ist der Verbrauch gering und ich habe noch genug auf Lager. Vielleicht komme ich später noch mal darauf zurück. Als Nächstes möchte ich mal so einen schicken Ofen ausprobieren. Das könnte ein Kompromiss zwischen Heißluft- und dem Dampfphasenlöten sein.


    VG

    Joerg


    Frittierte Äpfel - Kostprobe nur für Vereinsmitglieder!


    Ich habe ein paar Äpfel in einer umgebauten WMF-Fritteuse mit etwas Galden frittiert. Das Rezept dazu:


    1. Den Bootloader in den ATMEGA328P flashen. Dazu einen passenden Adapter zum minipro verwenden.

    2. Lötpaste (low temperature) mit Hilfe einer Schablone (Stencil) auftragen.

    3. Die SMD-Bauteile vorsichtig und punktgenau auf dem Apfel platzieren.

    4. Den bestückten Apfel in einer mit etwas Galden gefüllten Fritteuse ca. 1 Minute bei ca. 210 Grad Celsius erhitzen.

    5. Danach abkühlen lassen und bei Bedarf mit dem Lötkolben etwas nacharbeiten.

    6. Die fehlenden Bauteile auf der Vorderseite mit dem Lötkolben auflöten.

    7. Die gewünschte Software mit dem Arduino-SDK (Arduino Uno) mit einem USB-Seriell Adapter über den Debug-Port flashen.



    Hier gibt es eine passende Videoanleitung dazu: Vapour phase soldering with a deep fryer


    Ein Apfel geht in die Hardware-Verlosung des Vereins und ein weiterer als Geschenk an Daniel nach Irland für seine unermüdliche Hilfsbereitschaft beim Beantworten meiner vielen Fragen zu den Leiterbahnen der Apple Timemaster H.O. Karte, um diese nachbauen zu können. Ich habe noch drei leere Äpfel zum selber Frittieren zu verschenken. Bei Bedarf bitte einfach eine PM mit einer Postadresse an mich schicken.


    Die Software hat nun eine Autorepeat-Funktion und die Taste "Pfeil nach oben" wiederholt die letzte Eingabe. Die Taste Win+9 (LodeRunner Mapping) belegt die Tasten I,J,K,L nach W,A,S,D, um eine ungepatchte Version von LodeRunner mit der gewohnten Tastenkombination zu spielen.


    Das Spiel kann beginnen!

    Viele Grüße

    Joerg


    Hallo,


    hier noch eine Stückliste mit Bestellnummern von DigiKey. Sie ist für 5 Adapter ausgelegt und der teuerste Artikel ist der USB-Host-Controller MAX3421. Eine Alternative scheint es leider nicht zu geben.


    Viele Grüße

    Joerg


    Index DigiKey-Teilenr. Hersteller-Teilenummer Beschreibung Kundenreferenz Menge Lieferrückstände Stückpreis Gesamtpreis
    1 ATMEGA328P-AURCT-ND ATMEGA328P-AUR IC MCU 8BIT 32KB FLASH 32TQFP 5 0 2,53 € 12,65 €
    2 296-14529-1-ND CD74HC4050M96 IC BUFFER NON-INVERT 6V 16SOIC 5 0 0,42 € 2,10 €
    3 MAX3421EEHJ+TCT-ND MAX3421EEHJ+T IC USB PERIPH/HOST CNTRL 32TQFP 5 0 9,91 € 49,55 €
    4 MCP1700T3302ETTCT-ND MCP1700T-3302E/TT IC REG LINEAR 3.3V 250MA SOT23-3 5 0 0,47 € 2,35 €
    5 SER4265CT-ND FA-238V 12.0000MA-C5 CRYSTAL 12.0000MHZ 18PF SMD 5 0 0,97 € 4,85 €
    6 SER3686CT-ND FA-238 16.0000MB-C3 CRYSTAL 16.0000MHZ 18PF SMD 5 0 1,02 € 5,10 €
    7 1276-1096-1-ND CL21A106KOQNNNE CAP CER 10UF 16V X5R 0805 20 0 0,07 € 1,30 €
    8 311-1102-1-ND CC0805JRNPO9BN180 CAP CER 18PF 50V C0G/NPO 0805 15 0 0,06 € 0,90 €
    9 311-1103-1-ND CC0805JRNPO9BN220 CAP CER 22PF 50V C0G/NPO 0805 15 0 0,06 € 0,90 €
    10 732-11179-1-ND 6,29104E+11 CONN RCPT USB2.0 TYPEA 4P SMD RA 5 0 1,39 € 6,95 €
    11 1276-1003-1-ND CL21B104KBCNNNC CAP CER 0.1UF 50V X7R 0805 50 0 0,02 € 1,11 €
    12 MFU08052.00CT-ND MFU0805FF02000P100 FUSE BOARD MOUNT 2A 32VDC 0805 5 0 0,45 € 2,23 €
    13 311-2.20KCRCT-ND RC0805FR-072K2L RES 2.2K OHM 1% 1/8W 0805 15 0 0,02 € 0,35 €
    14 311-33.0CRCT-ND RC0805FR-0733RL RES 33 OHM 1% 1/8W 0805 15 0 0,02 € 0,35 €
    15 311-10.0KCRCT-ND RC0805FR-0710KL RES 10K OHM 1% 1/8W 0805 20 0 0,03 € 0,50 €
    16 311-100CRCT-ND RC0805FR-07100RL RES 100 OHM 1% 1/8W 0805 10 0 0,02 € 0,23 €
    17 732-5008-ND 151031VS06000 LED GREEN DIFFUSED 3MM ROUND T/H 10 0 0,16 € 1,60 €
    18 ED3016-ND SA163000 CONN IC DIP SOCKET 16POS GOLD 10 0 0,69 € 6,90 €
    20 296-SN74LS257BDRCT-ND SN74LS257BDR IC MULTIPLEXER 4 X 2:1 16SOIC 10 0 0,72 € 7,16 €

    Hallo zusammen,


    wie versprochen ist hier nun die passende Software als Arduino-Projekt und HEX-Datei mit folgenden Eigenschaften:


    - USB Keyboard (wireless) mit und ohne NKRO (N-Key-Rollover) Unterstützung.

    - DE und US Layout umschaltbar über die Tastenkombination Windows+1 (US) und Windows+2 (DE). Windows+0 speichert die letzte Einstellung im EEPROM.

    - Ctrl+Einfg. / Ctrl+Alt+Entf. löst einen Hardware-Reset aus.

    - Die Windows-Taste selbst schaltet auf die originale Apple-Tastatur zurück. Dies ist die Standardeinstellung nach dem Einschalten und die Umschaltung auf USB erfolgt automatisch.


    Was noch fehlt:

    - Eine Autorepeat-Funktion der zuletzt gedrückten Taste.

    - Weitere Tastenbelegungen für Makros und Wiederholung der letzten Eingabe.

    - Ein Pull-down Widerstand an KI.STRB (zwischen Pin 2 und 8 am Tastatursockel) für einen zuverlässigen Stand-alone-Betrieb ohne Apple-Tastatur.


    Die HEX-Datei ist zum Flashen des Bootloaders des ATMEGA328P vor dem Einlöten! Eine Projektdatei für minipro mit den entsprechenden Fuses befindet sich ebenfalls im Anhang.


    Zum Nachbau freigegeben:)


    Einen schönen Abend noch und viele Grüße

    Joerg



      

    Funktioniert bestens!


    Ich habe heute meinen APPLE II USB Adapter fertiggestellt und bin dabei auf ein "sehr kleines" Problem gestoßen. Die TQFP Version des Max3421 Chips hat einen kleineren Pitch als gedacht. Ich habe nicht aufgepasst und musste heute etwas improvisieren. Mit etwas Geduld konnte ich mit dünnen Drähten eine provisorische Anpassung vornehmen. Ein korrigiertes KiCad-Platinenlayout ist im Anhang. Zum Größenvergleich habe ich ein Streichholz daneben gelegt. Das war wohl das Kleinste, was ich bisher gelötet habe :)



    Ich habe mir auch Gedanken über die Unterstützung von Kleinbuchstaben bei der Tastatureingabe gemacht und bin dabei auf eine interessante Language Card auf GitHub gestoßen. Mit dieser Karte kann man sehr einfach über einen Schalter ein gepatchtes Videx F8 ROM aktivieren und auch sonst ist diese Karte sehr gut gemacht, sodass ich nicht widerstehen konnte, sie mit ein paar Modifikationen nachzubauen. github.com/btb/LanguageCard



    Seite 92 aus dem Videx Manual zum F8 Autostart ROM lowercase patch:



    Nun zum fertigen Adapter:


    Die Firmware für eine normale USB-Tastatur habe ich bereits fertiggestellt. Es fehlt mir nur noch eine Version für meine Cherry Wireless Gaming Tastatur. Diese sendet eine erweiterte USB-Initialisierung und überträgt jede gedrückte Taste bitweise einzeln in einer Matrix. Das Protokoll dazu kommt aus der Gaming-Industrie und nennt sich N-Key-Rollover. Nach der Fertigstellung veröffentliche ich die Software hier im Forum. Ein kleines technisches Beispiel:


    Datenstrom einer normalen USB-Tastatur bei gedrückter A-Taste: 00 00 04 00 00 00 00 00

    Taste W+A+S+D gleichzeitig gedrückt: 00 00 04 1A 07 16 00 00

    Mehr als sechs Tasten gleichzeitig gedrückt: 00 00 01 01 01 01 01 01 - Tastatur overflow!


    Datenstrom einer Gaming-Tastatur mit N-Key-Rollover bei gedrückter A-Taste:

    01 00 00 00 02 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00

    Taste W+A+S+D gleichzeitig gedrückt:

    01 00 00 80 02 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00

    Sehr viele Tasten gleichzeitig gedrückt:

    01 0F 00 FF 32 FF FF A3 01 20 00 00 00 00 00 01 00 00 00 00 00


    Mehr Informationen dazu unter: mechanical-keyboard.org/de/n-key-rollover-erklaerung-und-test



    Bilder und ein kleines Demonstrationsvideo im Anhang zum fertigen "Apple II USB Dual Keyboard Adapter"



    Viele Grüße

    Joerg

    Hallo,


    wie bereits angekündigt, ist die Platine nun fertig und bei JLC bestellt. Die Kosten belaufen sich auf 39,- € für 5 Platinen inkl. Sonderfarbe, SMD-Stencil, Zoll und Versand. Das KiCad-Projekt dazu ist im Anhang. Eine Bauanleitung und die Software folgen später.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand für das Projekt interessiert und etwas Zeit hat, bei der Programmierung der Arduino-Software zu helfen.


    Für das Routing der letzten 25 Airwires habe ich mal den neuen AI-Router https://deeppcb.ai ausprobiert. Das Ergebnis war "schon" nach 32 Stunden fertig und endete in einer Katastrophe, die zwar vermutlich technisch funktionieren würde, aber keinen Funken Intelligenz beim Routing zeigt. Aber seht selbst im Anhang. (deeppcb-vorher.png und deeppcb-nachher.png)


    Im Anhang ist auch eine Fotomontage um die geplante Position des Adapters zu veranschaulichen:



      


    Viele Grüße

    Joerg

    Hallo zusammen,


    ich habe vor kurzem ein Apple II Mainboard günstig ersteigert und dekorativ an die Wand meines Hobbykellers genagelt. Bitte verzeiht mir :) Die Stromversorgung übernimmt ein umgebautes ATX-Netzteil. Die erforderlichen -5 Volt sind dort leider nicht mehr üblich und am ATX-Stecker unbelegt. Eine kleine zusätzliche Schaltung kann diese aber aus den vorhandenen -12 Volt sehr einfach erzeugen. Erstaunlicherweise passt der ATX-Stecker für die Grafikkarte sehr gut auf das Apple Mainboard.


    Jetzt fehlt nur noch eine Tastatur und ich habe mich in die mechanische Wireless Gaming Tastatur MX-LP 2.1 von Cherry verliebt. Auf GitHub habe ich ein passendes Arduino Projekt gefunden und mich daran gemacht, eine anständige Platine dafür zu basteln. Das Ergebnis ist unten zu sehen und noch nicht ganz fertig. Die USB-Initialisierung und der Datenstrom sind bei einer Gaming-Tastatur etwas anders, da alle Tasten gleichzeitig parallel übertragen werden. Die Softwareanpassung werde ich später vornehmen. Jetzt erst einmal die Hardware.


    Nach Fertigstellung werde ich dem Verein wieder einen Adapter zur Verlosung spenden. Der Adapter hat eine Dual-Keyboard-Funktion und die Original-Tastatur und die Cherry-Tastatur können parallel betrieben werden. Dazu sind zwei 74LS254 als automatische Umschalter in der Schaltung vorgesehen. Der Adapter wird anstelle der Tastatur direkt auf das Mainboard gesteckt und der Stecker der Originaltastatur wird auf den Adapter gesteckt. Siehe Schaltplan.


    Wie immer werde ich das fertige Projekt hier im Forum zum Nachbau veröffentlichen.


    MX-LP 2.1 Compact Wireless
    Bunter Trendsetter - die Gaming-Tastatur CHERRY MX-LP 2.1 Compact Wireless. Kabellos und mit drei verschiedenen Modi performt sie im Spiel und bei der Arbeit.…
    www.cherry.de

    GitHub - mafrmt00/Apple_II_Keyboard: Arduino Sketch to use a USB keyboard with an Apple II as ASCII keyboard.
    Arduino Sketch to use a USB keyboard with an Apple II as ASCII keyboard. - mafrmt00/Apple_II_Keyboard
    github.com



    Viele Grüße und noch einen schönen Abend

    Joerg




      


      

    Hallo zusammen,


    der relativ neue und komplett in Go geschriebene Apple //e Emulator izApple2 ist auch mit der uConsole CM4 kompatibel. Mit einem kleinen Patch von mir im Anhang für die uConsole gibt es auch einen passenden Vollbildmodus und die F1-Taste zum Beenden des Emulators.


    GitHub - ivanizag/izapple2: Portable emulator of an Apple ][+ or //e. Written in Go.
    Portable emulator of an Apple ][+ or //e. Written in Go. - GitHub - ivanizag/izapple2: Portable emulator of an Apple ][+ or //e. Written in Go.
    github.com


    Eine kurze Anleitung zum Kompilieren:

    - den aktuellen Go-Compiler installieren: https://akashrajpurohit.com/bl…lang-on-your-raspberry-pi

    - die Umgebungsvariable für die gewünschte Zielarchitektur in Go setzen mit: go env -w GOARCH=arm64

    - SDL2-dev mit allen Abhängigkeiten installieren: apt-get install libsdl2-dev

    - evtl. ein aktuelles SDL2 unter /usr/local installieren: https://wiki.libsdl.org/SDL2/Installation

    - izapple2 laden: git clone https://github.com/ivanizag/izapple2

    - den angehängten Patch im Verzeichnis izapple2/frontend/a2sdl anwenden: patch < fullscreen.diff

    und den Emulator mit "go build ." kompilieren....



    Ich wünsche euch einen schönen 2. Advent.
    Viele Grüße

    Joerg



    PS: Die oberen Cursortasten können mit einem weiteren Patch der Datei sdlJoysticks.go auch eingeschränkt als Joystick verwendet werden:

    + // Handle arrow keys to set paddle values

    + case sdl.K_UP:

    + if pressed {

    + j.paddle[1] = 0

    + }

    + case sdl.K_DOWN:

    + if pressed {

    + j.paddle[1] = 254

    + }

    + case sdl.K_LEFT:

    + if pressed {

    + j.paddle[0] = 0

    + }

    + case sdl.K_RIGHT:

    + if pressed {

    + j.paddle[0] = 254

    + }

    Hallo,


    die neue uConsole von ClockworkPi hat mit einem Raspberry CM4 Compute-Modul genügend Rechenleistung für eine flüssige Emulation eines Apple IIe im Framebuffer mit SDL2. Als Emulator habe ich LinApple ausgewählt und getestet. Ein kleiner Patch ist noch nötig, damit die oberen Cursortasten richtig funktionieren, aber der Rest funktioniert soweit einwandfrei. Das ist ein sehr schönes Spielzeug für unterwegs, von guter Qualität und beeindruckend designt.


    uConsole: https://www.clockworkpi.com/uconsole

    LinApple: https://github.com/linappleii/linapple


    Viele Grüße

    Joerg


    Hallo,


    in Vorbereitung auf eine mögliche MultiCard habe ich mal eine Original-CPU (NCR 65C02A) aus dem Apple IIe Enhancement Kit in meinem Apple II+ ausprobiert. Leider ohne Erfolg. Um einen Defekt auszuschließen, habe ich die CPU dann mit einem NOP-Tester getestet. Dort funktionierte sie einwandfrei. Nach langer Überlegung und Ursachenforschung - PIN1 an VSS usw. habe ich dann mal eine Rockwell R65C02 ausprobiert. Die funktionierte auf Anhieb. Warum auch immer. Hurra!


    Für die RAM-Umschaltung habe ich auch schon eine Idee. Ich überlege noch, wie ich am elegantesten die RAM_SEL Leitung bei aktivierter MultiCard unterbrechen kann. Wahrscheinlich mit einer kleinen Platine und einem Kabel unter dem 74LS00.


    tomtom Deine ID3-Software hat die neue CPU erfolgreich erkannt. Gut gemacht! Bei CardCat sieht das eher traurig aus:)


    Viele Grüße

    Joerg


          


      

    Hallo hubidrei,


    danke für deine Anmerkungen.

    Wenn schon einen extra Prozessor auf der Karte...



    Ich würde auch gerne auf die zusätzliche CPU verzichten und lieber die OnBoard CPU bei Bedarf gegen eine 65C02 tauschen. Über Pin22 (DMA) am Slot kann man zwar die CPU stoppen und alle Ausgänge hochohmig schalten, aber leider nicht umgekehrt nur das RAM. Das ist aber wichtig für die Implementierung der IIe MMU Speicherlogik. Über Pin32 INH lassen sich die ROMs abschalten, um den Zugriff auf die IIe ROMs zu steuern. Da kann es aber möglicherweise zu einem Konflikt mit anderen Erweiterungskarten kommen, der abgefangen werden muss. Vielleicht finden wir ja noch einen eleganten »Trick«, der möglichst mit einer minimalinvasiven Änderung am Apple II das gesamte RAM auf dem Board hochohmig schaltet, ohne dieses ausbauen zu müssen. Vergleichbar mit dem Hack der Shift-Taste für die Groß-/Kleinschreibung über Button-3 am Gameport mit nur einem Verbindungsdraht. Das würde den Aufwand für die MultiCard erheblich reduzieren!

    Der Sourcecode der Firmware für den RP2040 ist öffentlich und sehr gut strukturiert - zu finden unter: https://github.com/V2RetroComputing/analog

    Dort ist noch Platz für eine nachträgliche Umschaltung von VGA auf ein monochromes Composite-Video-Signal für Retro Video-Monitore. Für eine Farbausgabe geht das bedauerlicherweise nicht ohne einen zusätzlichen PAL/NTSC-Modulator. Aber damit kenne ich mich zufällig gut aus:)


    PR#x -> System auf Reset -> ROM umschalten -> RAM umschalten -> Videoausgabe auf RP2040 umschalten -> Reset aufheben


    Könnte spannend werden!


    Viele Grüße

    Joerg

    Hallo zusammen,


    wie ihr sehen könnt, bin ich hier recht neu und noch Schüler, aber ich hatte in letzter Zeit sehr nette Kontakte im Forum und glaube, dass es hier eine kritische Masse an Know-how über den Apple II gibt. Als Apple-II-Liebhaber habe ich ein Problem mit den proprietären und schwer erhältlichen ASIC Chips des Apple IIe. Der Tastatur-Chip in meinem Apple II+ ist für mich schon das Limit, aber im Notfall gibt es mit einem C51-Chip einen guten Ersatz. Trotzdem möchte ich nicht auf die Vorzüge eines Apple IIe verzichten und plane daher eine Erweiterungskarte. Das Projekt nenne ich MultiCard. Der Apple IIe unterscheidet sich vom Apple II hauptsächlich durch das Speichermanagement MMU-ASIC für die zweite 64KB RAM-bank und den doppelten HGR-Modus. Abgesehen von der viel umfangreicheren Tastatur mit zusätzlichen Cursortasten, die mich nicht weiter stört, kann man die Speicherverwaltung in einem Apple II nicht so einfach anpassen/erweitern. Da hilft auch eine Saturn 128KB Speicherkarte nicht weiter.


    Dank der Vorarbeit der RP2040-Powered VGA-Karte von ∀2 Retro Computing gibt es nun aber eine Brücke, die man nutzen könnte. Der RP2040-Chip kann die recht komplizierte Grafikaufbereitung und -umschaltung komplett übernehmen und mit einer Erweiterung zusätzlich noch das RAM-Management für die auf der Karte verbaute 65C02-CPU und das dortige SRAM. Auch der RP2040-Chip hat in einem Apple II eigentlich nichts zu suchen und ist diesem weit überlegen. Aber diese „Kröte“ müsste man schlucken und den Chip am besten in einem DIP64-Modul mit seinem notwendigen Flash-Speicher und weiteren 5V-Pegelwandlern und Bustreibern kapseln und unter einem 3D-gedruckten MultiCard-Deckel im Sockel „verstecken“. Wie eine 68000 CPU:)


    Ein ähnliches Projekt wurde bereits von Retro Computing mit dem Projekt Rocket für 2024 angekündigt. https://www.v2retrocomputing.com
    Allerdings liegt dort der Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und Multitasking und ich finde auch, dass das dort verwendete SMD-Design nicht wirklich zum Apple II passt. Die Möglichkeit Lode-Runner in 96facher Geschwindigkeit und dazu auch noch mehrfach parallel auf einem Apple II zu spielen ist nicht das Ziel meiner Idee mit der MultiCard. Dafür gibt es bessere Möglichkeiten!


    Zuerst würde ich einen Schaltungsentwurf skizzieren und möglichst mit euch besprechen und dann drei Prototypen bauen. Das wäre eine schöne Beschäftigung für die dunkle Jahreszeit im nächsten Winter. Die dann hoffentlich funktionierende MultiCard würde ich wie immer komplett hier im Forum veröffentlichen und damit zum Nachbau anregen.


    Im Moment konzentriere ich mich in meiner Freizeit in erster Linie auf die Neuauflage des weltweit kleinsten LoRaWAN-Hauskatzentrackers für meine Katze Molly, der wegen der Chipkrise lange pausieren musste. Seit heute gibt es dafür endlich ORG1511 GPS-Module bei tme.eu in leider nur geringer Stückzahl zu kaufen. https://info.berlintracker.de/doku.php?id=start


    Was sagt ihr - lohnt es sich über die MultiCard weiter nachzudenken?


    Viele Grüße

    Joerg


    db7is Danke

    ...sehr extravagant geroutet, aber irgendwie sehr schön. Die vielen 90 Grad Winkel sind bei Leiterbahnen eigentlich ein No-Go und in der Luftfahrt unmöglich - behaupte ich mal als Ex-Flieger der HB-GIS:) Erinnert mich ein wenig an den Film Tron!


    Vielen lieben Dank für die Fotos und viele Grüße

    Joerg

    Hallo tomtom,


    der ROM-Footprint ist je nach Mode unterschiedlich. Das ROM wird mit dem DIP-Switch 2 auf der Karte zwischen APPLE CLOCK Mode und TIMEMASTER Mode umgeschaltet. Ich habe dazu auch noch zwei ROM-Versionen gefunden - Version 1.2 und Version 5.


    Als erster Merker wird in der zugehörigen BASIC-Software die Speicherstelle 0xFF verwendet.

    APPLE CLOCK Mode: 0xD4CDB201

    TIMEMASTER Mode: 0xD4CDB203

    (ist in beiden ROM-Versionen gleich)


    Die ROM-Version liegt in der Speicherstelle 0xFA:

    0x12 für Version 1.2

    0xFF für Version 5


    Siehe Anhang.


    Viele Grüße

    Joerg

    Zum Nachbau freigegeben.


    Ich habe heute meine TimeMaster II H.O. fertiggestellt und erfolgreich getestet. Funktioniert alles wie erhofft. Die finalen Gerber-Dateien und das komplette KiCad Projekt sind im Anhang. Der Schaltplan im KiCad Projekt sieht weiterhin aus wie bei "Hempels unterm Sofa" - was aber nicht die Funktion beeinträchtigt.


    Der Preis für den Nachbau liegt bei drei Stück (Mindestbestellmenge) bei ca. 30,- € pro Stück - 28,- € für die PCB von Aisler.net, ca. 30,- € für den PIA und Timer Chip über eBay aus China und ca. 30,- € für die Kleinteile von Segor: https://www.segor.de/shop?M=M&Q=apple_timemaster_3


    Bei Fragen - jederzeit gerne! Kostet nichts:)




    Viele Grüße

    Joerg

    Noch ohne Funktionsgarantie!


    Hier ist nun das fertige KiCad-Projekt der TimeMaster-Karte. Die TimeMaster Karte von AE war laut Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Apple_II_system_clocks die am weitesten entwickelte "system clock card" für den Apple ][ und ist ohne Treiber 100% DOS und ProDOS kompatibel. Trotz ihrer Popularität ist diese Karte nur selten im Handel zu finden. Die existierenden kompatiblen Nachbauten sind nicht Open Source und zumindest der Programmcode der verwendeten GAL- und CPLD-Chips bleibt geheim. Mein Schaltplan dazu im KiCad-Projekt ist eher eine Skizze und hat keine Struktur, da ich die Bauteile zur Analyse mit ihrer Originalposition gezeichnet habe. Das tut der Funktion aber keinen Abbruch. Für die Beantwortung meiner Fragen hatte ich einen sehr netten Kontakt zu Daniel aus Irland: https://www.facebook.com/groups/322869066185119




    Viele Grüße

    Joerg

    14M-Intoleranz - das Schieberegister "schiebt" nicht!

    Das 14M (14MHz) Signal ist das primäre Taktsignal des Apple ][ und wird vom Quarz unten links quer über das Mainboard mit einer sehr langen Leitung über Slot 7 der PAL-Karte zugeführt. Dort kommt dann nicht mehr viel davon an und manche TTL-Chips mögen das nicht.


    Beim Nachbau hatte ich ursprünglich einen 74LS164N Chip von Texas Instruments verbaut und der verweigerte den Dienst. Getestet mit drei verschiedenen Chips von TI. Auf der originalen PAL-Karte ist ein Chip von Motorola, der funktioniert. Ein alternativer Motorola-Chip (über eBay ersteigert) funktionierte auf Anhieb. Das Symptom ist ein schwarzer Bildschirm ohne weitere Videoinformationen. Alternativ würde auch ein 74HCT164 funktionieren, aber wegen der geringeren Stromaufnahme und der einfachen Schaltung des Netzteils auf der Karte, müssten dazu weitere Anpassungen vorgenommen werden.


    Die finale Version ist nun fertig und das KiCad-Projekt dazu befindet sich im Anhang!


    Zur Bestellung der Leiterplatten muss die Datei Gerber.zip im Anhang bei https://aisler.net hochgeladen werden. Der Preis für eine ENIG-Gold-Version beträgt dort 46,- € inkl. Lieferung für drei Stück wegen der Mindestbestellmenge. Die günstige verzinnte Version kostet dort ca. die Hälfte.


    Eine Bauteilliste ist bei Segor.de in Berlin hinterlegt: https://www.segor.de/shop?M=M&Q=apple_pal_card_1

    Es fehlen der 74LS164 Chip von Motorola, der TCA650 PAL-Demodulator Chip und ein 120 Ohm 1 Watt Widerstand (R1). Alternativ ist dort ein 100 Ohm hinterlegt. Kostenpunkt: ebenfalls ca. 46,-€ für 3 PAL-Karten.


    Viele Grüße und fröhliches Löten:)

    Joerg


    Funktioniert - und dann auch noch besser als das Original!


    Ich hatte mich für die Verwendung von zwei Low-ESR-Elektrolytkondensatoren im Netzteil für den Nachbau der PAL-Karte entschieden und wurde offenbar dafür belohnt. Das übliche Hintergrundrauschen ist zumindest bei meinem Beamer komplett verschwunden. In ein paar Tagen werde ich hier noch eine kleine Bauanleitung und ein Howto für die genaue Einstellung der Potimeter und Trimmkondensatoren auf der Karte schreiben. Das ist gar nicht so schwer wie es aussieht - halt wie bei einem alten Fernseher:)


    Ich hatte über eine Stunde nach einem Fehler in der Schaltung gesucht, den es nicht gab. Obwohl das PAL-Signal und die Sync-Signale ausgegeben wurden, fehlte die Videoinformation - schwarzes Bild. In meiner Verzweiflung habe ich dann einfach die IC's mit der originalen PAL-Karte getauscht und siehe da, alles funktionierte. Der neu gekaufte 74LS164N (U3) ist entweder defekt oder mit dem anliegenden 14MHz Signal an Pin 8 überfordert. Ein neuer Chip wird morgen Aufschluss darüber geben. Die endgültige Version der Platine mit kleineren, aber für die Funktion unwichtigen Korrekturen werde ich schnellstmöglich hier veröffentlichen. Im Design habe ich für die vielen Widerstände die kleinere Bauform 0204 (möglichst Kohleschicht) vorgesehen. Beim Nachbau habe ich dann aus Mangel an Verfügbarkeit die größere Bauform 0207 verwendet, die leider etwas stramm sitzt. Das hilft allerdings beim Löten, da diese beim Umdrehen der Platine nicht herausfallen. Achtung: R1 und R2 müssen mindestens 1W Leistung aushalten und werden sehr warm. Bitte beachten! Das Projekt hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe auf viele Nachahmer.


    Die "Nummer 1" geht diese Woche wie versprochen zum Verein zur freien Verfügung als Spende raus. Die Versandmarke ist schon gekauft:)


    Impressionen:





    Auf zum nächsten Projekt: Die TimeMaster II H.O. Karte!


    Viele Grüße und noch einen schönen Abend

    Joerg

    Hallo lieber Holger,


    das ist ja großartig! Als erstes würden mich die Endpunkte der vier Leiterbahnen unter dem ROM und das Ziel von IOSEL zum 74LS08 auf der Vorderseite brennend interessieren. Wie viel uF hat der blaue Kondensator über dem 74LS00 und 74LS08 - 47uF oder 100uF?


       


    Der fehlende Akku ist leider nicht ganz so günstig bei https://de.rs-online.com/web/p/knopfzellen-akkus/3052830 zu bekommen.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Joerg